20. Oktober, 13:30-15:00 Uhr, Bildungszentrum 21

Demokratische Grundrechte und Alterität Referat

Demokratien sind politische Ordnungen, die seit ihrem Entstehen polarisieren. Dabei ist zu unterscheiden zwischen einer Kritik, die darauf abzielt, demokratische Ordnungen durch andere zu ersetzen und einer Kritik, mit der beabsichtigt wird, das demokratische Projekt weiter zu demokratisieren. Die Forderung nach demokratischen Grundrechten ebenso wie die Akzentuierung von Alterität als Eigenschaft von Identitätsbildung stelle ich in meinem Beitrag als Anliegen der zweiten Form von Kritik vor. Ich diskutiere, inwiefern insbesondere auch der Einbezug von Alterität einen solidarischen Umgang begründen kann, der gleichzeitig die individuelle Freiheit, die soziale Verschiedenheit und die Gleichheit aller Menschen politisch in Rechnung stellt.

  • Christine Abbt

    SNF Förderprofessorin für Philosophie, Universität Luzern

    Christine Abbt leitet seit 2015 im Rahmen ihrer SNF-Förderungsprofessur an der Universität Luzern das Projekt „Fremd- und Vieltun. Zur Bedeutung von Formen der Nicht-Identität für die Demokratie“. Seit 2016 ist Christine Abbt zudem Privatdozentin an der Universität Zürich, wo sie zum Thema „Denken und Vergessen“ habilitierte. Forschungsschwerpunkte von Prof. Abbt liegen in der Praktischen Philosophie, in der Ästhetik und in der Gedächtnistheorie. Gegenwärtig schreibt sie an der Monographie „Demokratie und Formen der Nicht-Identität. Antike, Aufklärung, 20. Jahrhundert, Gegenwart“.

Moderation: Marc-André Kaspar